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Aktualisiert (Montag, 28. September 2009 um 22:28 Uhr) Donnerstag, 03. September 2009 um 14:43 Uhr
Was: Mahnwache vor der russischen Botschaft
Wann: 4. September 2009, 18:30
Wo: Vor der russischen Botschaft, Unter den Linden 63 - 65
Am kommenden Freitag wird ab 18:30 erneut eine Mahnwache vor der russischen Botschaft stattfinden. Die Mahnwache soll auf die schwierige Situation von Menschenrechtsvertretern und kritischen Journalisten aufmerksam machen. Weitere Informationen sind in der offiziellen Ankündigung (siehe unten) enthalten.
Link zur offiziellen Ankündigung
In der Nacht des 2. Dezember 1984 ereignete sich im nordindischen Bhopal ein folgenschwerer Unfall: Tonnen hochgiftiger Industriegase konnten ungehindert aus einer Chemiefabrik des US-Unternehmens Union Carbide Corporation entweichen.
Innerhalb weniger Tage starben über 7.000, im Laufe der folgenden Jahrzehnte über 22.000 Menschen an den Folgen der Gaseinwirkungen.
Bis zu 500.000 Menschen erlitten außerdem schwerwiegende Verletzungen. Viele wurden arbeitsunfähig oder haben noch immer unzureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Obwohl Union Carbide im Vorfeld des Unfalls viele der vorgeschriebenen Sicherheitsstandards aus Kostengründen vernachlässigt hatte, weigert sich das Unternehmen, das mittlerweile von Dow Chemical übernommen wurde, bis zum heutigen Tag, das Gelände zu dekontaminieren und die Opfer angemessen zu entschädigen.
Aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs zwischen der indischen Regierung und dem Konzern ist nach wie vor niemand für das Gasunglück und seine Folgen zur Verantwortung gezogen worden.
25 Jahre nach der größten Chemiekatastrophe aller Zeiten, will die Amnesty International Hochschulgruppe der Freien Universität Berlin in Kooperation mit Greenpeace an die Folgen dieser vermeidbaren Tragödie erinnern. Die Fotoausstellung „Bhopal 1984 – die Chemiekatastrophe. 25 Jahre Warten auf Gerechtigkeit“ im Foyer der Universitätsbibliothek soll einen Einblick in Themen wie Ursachen, Langzeitwirkungen, Gerichtsverfahren und Protestbewegungen geben.
Video von Amnesty Frankreich zum Thema Petitionen
Podiumsdiskussion am 10. Juni
"Wieviel Verantwortung sollten Unternehmen tragen?" ist eine entscheidende Frage, die im menschenrechtlichen Dialog mit Unternehmen oft aufgeworfen wird. Aufbauend auf den bisherigen Veranstaltungen der Human Rights Lectures, wird diese deshalb am Mittwoch, den 10. Juni, ausführlich aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert.
Die Diskutanten Dr. Lin-Hi, Köster (LL.M.) und Neuhäuser (M.A.) entstammen verschiedenster Fachrichtungen - nämlich der Wirtschaftsethik, dem Völkerrecht und der Philosophie.
Die Human Rights Lectures finden jeden Mittwoch um 16 Uhr c.t. in der Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45 im Raum KL 25/134 statt.
Hinweis: Die Folien der Vorlesungen findet ihr als Untermenüpunkte des Programms 2009 auf dieser Homepage. Zusätzlich zu den Folien sind teilweise auch Zusammenfassungen vorhanden.
Amnesty im Web 2.0
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Freudige Nachrichten von unserem Einzelfall: Binayak Sen ist frei!!
Näheres auf der Internetseite der Indien-Kogruppe.
Auch wenn man nicht weiß, welchen Einfluss der internationale Druck auf die Entscheidung genau gehabt hat, ist die zeitliche Nähe zu den Aktionen am Jahrestag auffällig :-)
An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön auch von Michael (Kogruppe) an alle, die sich an den Aktionen für Dr. Sen beteiligt haben!
Free Binayak Sen - Mahnwache vor der Indischen Botschaft Berlin
Am Donnerstag, dem 14. Mai 2009, fand um 15:00 vor der indischen Botschaft eine Mahnwache für unseren Einzelfall, Binayak Sen, statt.

Sen ist ein indischer Arzt und Menschenrechtsverteidiger, der am Donnerstag vor 2 Jahren willkürlich inhaftiert wurde und bis heute kein faires Gerichtsverfahren bekommen hat.
Er ist in schlechtem gesundheitlichen Zustand und braucht dringend medizinische Versorgung, die ihm bisher verwehrt wird.
Am Donnerstag fanden anlässlich des Jahrestags seiner Inhaftierung in London, Edinburgh und Bristol Demonstrationen statt - und wir in Berlin haben uns mit der Mahnwache angeschlossen.
Es war die erste größere Aktion zu unserem Einzelfall und wie die Indien Kogruppe berichtet, vor der indischen Botschaft wirksamer als man denkt!
Weitere Informationen:
Free Dr. Binayak Sen Campaign (mit Fotos der weltweiten Proteste und Mahnwachen)
Free Dr. Binayak Sen Campaign - Beitrag über die Berliner Mahnwache
Leitfaden für Neumitglieder als PDF
Am 22. April fand die erste Vorlesung der diesjährigen Human Rights Lectures statt. Mit knapp 100 Besuchern war die erste von 13 Vorlesungen ein voller Erfolg.
In der Einführungsveranstaltung hat Frau Dr. Katharina Spieß, Referentin für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bei Amnesty International e.V., den Themenkomplex "Unternehmen und Menschenrechte" umrissen. Dabei ging sie neben Beispielen vor allem auf Verhaltenskodizes von Unternehmen und die Frage der Verantwortung der Staaten ein.
Human Rights Lectures 2009
Jedes Sommersemester veranstalten wir die Human Rights Lectures - eine Vorlesungsreihe zu einem aktuellen Menschenrechtsthema. Unter dem Titel "Eine Frage der Ehre? Menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen im 21. Jahrhundert" wenden wir uns dieses Jahr Unternehmen als Akteuren bei Menschenrechtsverletzungen zu. Unser Ansatz ist hierbei wie jedes Jahr interdisziplinär: Wir haben Vertreter der Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und NGOs eingeladen um dieses wichtige Thema zu diskutieren.
Die Human Rights Lectures finden beginnend am 22. April jeden Mittwoch von 16-18 Uhr im Raum KL 25 / 134 in der Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45 statt.
Sofern Ihr unsere Vorlesungsreihe unterstützen möchtet, bitten wir Euch den Flyer oder die Plakate an Freunde oder Bekannte zu versenden, um sie auf die Vorlesungsreihe aufmerksam zu machen!
von Sander Fuchs
Vor 60 Jahren wurde die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" von der Generalverammlung der Vereinten Nationen verkündet und gilt seither als Grundlage des humanitären Völkerrechtes.
Die Präambel ebendieser Erklärung enthält eine sehr bedeutsame Passage, in der sie verlangt, dass
"jeder Einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern."
Alle Organe der Gesellschaft - darunter sind eben nicht nur staatliche, sondern auch und in großem Maße wirtschaftliche und gewerkschaftliche Teile unserer modernen Weltgesellschaft zu verstehen.
Weiterlesen: Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen — ein Überblick
10.12.2008
Die Amnesty Gruppe an der FU Berlin hat heute anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein neues Projekt zur Menschenrechtsbildung gestartet. Unter der Rubrik „Menschenrechte im Diskurs“ werden ab sofort studentische Seminararbeiten rund um die Menschenrechte auf der Gruppenhomepage veröffentlicht.
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