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News von amnesty.de...

Transparenz schützt Menschenrechte:
Der Spot zur Kampagne

Dieser Clip zeigt drei Fälle rechtswidriger Polizeigewalt in Deutschland. Drei Fälle aus dem aktuellen Bericht von Amnesty International. Drei Fälle, in denen niemand zur Rechenschaft gezogen wurde.

Unterstützen Sie unsere Forderungen: http://www.amnestypolizei.de/



 

Filmvorführung der Amnesty International-Hochschulgruppe der Freien Universität Berlin

am 30. Juni 2010, 18 Uhr im Hörsaal 1b in der Silberlaube (Habelschwerdter Alle 45 / U3 Dahlem Dorf)

 

Migration of Beauty, ein Dokumentarfilm des US-amerikanischen Regisseurs Chris Flaherty, verknüpft die Geschichte Äthiopiens mit dem politischen Engagement der äthiopischen Diaspora in Washington D.C. Es ist ein Film über den Verlust und die Entdeckung von Menschenrechten und politischer Selbstständigkeit.

 

Im Anschluss des Films wird es ein Publikumsgespräch mit dem PR-Manager des Films geben.

Der Eintritt ist frei!

 

--> Lageplan des Hörsaals 1b) <--

 

 
 

von Katrin Strohmaier

Beinahe 26 Jahre sind vergangen, seit im Dezember 1984 nach technischen Pannen in einer Pestizid-Fabrik im indischen Bhopal rund 40 Tonnen giftiger Gase in die Luft entwichen waren. Schätzungen von Greenpeace zufolge starben in den ersten drei Tagen bis zu 8.000 Menschen, insgesamt sollen seitdem um die 20.000 Einwohner ums Leben gekommen sein und bis zu 150.000 leiden bis heute an den schweren Spätfolgen. Untersuchungen ergaben, dass der verantwortliche US-Konzern Union Carbide (heute Dow Chemical) zum Teil schwerwiegende Sicherheitsmängel an der Anlage ignoriert und somit die Bewohner umliegender Slums großen Gefahren ausgesetzt hatte.



Erstmals wurden nun acht der damals leitenden indischen Angestellten des Unternehmens der „fahrlässigen Tötung“ für schuldig befunden. Alle Angeklagten wurden zu zwei Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 2100 Dollar verurteilt, Union Carbide soll zudem 10.000 Dollar Strafe zahlen.

Im Jahr 1989 konnte sich der Konzern im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs mit der Zahlung einer Entschädigung von 470 Millionen Dollar von seiner Verantwortung für die Katastrophe und somit jeglicher weiteren Strafverfolgung „frei kaufen“, eine allein im Vergleich zu den Arztkosten, die viele der größtenteils sehr armen Opfer seitdem bezahlen mussten unverschämt anmutende Summe. Kombiniert man dies mit dem nun verhängten sehr geringen Strafmaß, drängt sich einem unmittelbar der Begriff „Symbolpolitik“ auf. Symbolisch für eine anscheinende – wenn auch späte – Gerechtigkeit für die Opfer, symbolisch für das scheinbare Funktionieren der indischen Justiz.
Doch wer genau hinsieht, erkennt im Umgang des indischen Staates mit diesem schwerwiegenden Verbrechen vor allem ein ganz anderes Signal: Eines an die Wirtschaft nämlich und an ausländische Investoren, denen spätestens jetzt klar sein dürfte, dass ihnen in Indien kaum eine ernstzunehmende Strafverfolgung und rechtliche Konsequenzen drohen, sollten ein etwas laxer Umgang mit Vorschriften oder Menschenrechten unerwünschte Folgen nach sich ziehen.

Weitere Informationen von Amnesty International Deutschland

 
 

Zuerst wird der Kurzfilm "Poverty of Justice" gezeigt (OmU engl. Untertiteln) und danach gibt es einen Vortrag von der Menschenrechtsaktivistin Wiltah Nyabete mit anschließender Diskussion.

Hintergrund

Wiltah Nyabate ist eines der Gründungsmitglieder und eine Führungsperson des Soweto Forums. Soweto ist ein Teil von Kibera, dem grössten Slum Nairobis. In den Slums von Nairobi leben rund zwei Millionen Menschen auf nur 5% des gesamten städtischen Wohnraums, das ist mehr als die Hälfte aller Einwohner der Hauptstadt. Das Soweto Forum unterstützt Menschen die Opfer von Menschenrechtsverletzungen werden. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Engagement gegen rechtswidrige Zwangsräumungen, der Unterstützung von Waisen und von Menschen mit HIV/Aids.

Datum & Uhrzeit:

16. Jun 2010, 20 Uhr

Veranstaltungsort:

HU-Berlin, Dorotheenstr. 24, Raum 1.101

Weitere Informationen unter diesem Link: Amnesty International an der HU Berlin

 
 

Zum Abschluss der Human Rights Lectures 2010 wird eine Podiumsdiskussion stattfinden. Thema wird sein, inwiefern die Durchsetzung der WSK-Rechte aus staatlicher, wissenschaftlicher und aus menschenrechtsaktivistischer Perspektive eine Chance oder eine Utopie darstellt. Werden die WSK-Rechte bei der Verteidigung der Menschenrechte insgesamt vernachlässigt? Welche Rolle sollen sie spielen? Was können die verschiedenen Stellen zur Umsetzung der WSK-Rechte beitragen? Wie können diese Rechte eingefordert werden und von wem?

Gäste

Günter Nooke (G8-Afrika-Beauftragter der Bundeskanzlerin, vormals Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung),

Dr. Dorothee Haßkamp (Amnesty International, Expertin für WSK-Rechte),

Dr. Arnd Pollmann (Assistent am Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg),

Moderation: Dr. Constantin Köster (Amnesty International).

 

Wir würden uns sehr freuen, euch am

09. Juni 2010 um 16 Uhr c.t.
in der Rostlaube, Raum J 32/102 (Habelschwerdter Allee 45 / U3 Dahlem Dorf)

begrüßen zu können!

 
 

Human Rights Lectures 2010: "Die Vernachlässigten? - Zur Rolle der wirtschaftlich, sozialen und kulturellen Rechte"

Die Human Rights Lectures finden ab dem 21. April jeden Mittwoch von 16-18 Uhr in der Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45, Raum J32/102 statt.

Allen Menschen stehen die grundlegenden Rechte zu, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 festgehalten sind und die in den folgenden Jahrzehnten durch die zwei großen Menschenrechtspakte, den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte („Zivilpakt“) und den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte („Sozialpakt“), konkretisiert worden sind. Beide Abkommen traten 1976 in Kraft und sind für alle Staaten rechtsverbindlich. Die Teilung der Menschenrechte in zwei Pakte war eine Folge der ideologischen Auseinanderstetzungen während des Kalten Krieges. Erst auf der Wiener UNO-Menschenrechtskonferenz von 1993 wurde diese Trennung überwunden und die Unteilbarkeit der Menschenrechte festgehalten: „Alle Menschenrechte sind allgemein gültig, unteilbar, bedingen einander und bilden einen Sinneszusammenhang.“

 

Weiterlesen: Programm 2010

 
 

Tschernobyl, 1986. Ein Stichwort, zu dem vermutlich jeder Schüler etwas sagen kann – auch wenn die meisten zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal geboren waren. Bhopal, 1984. Was war da noch gleich?

Die große Unwissenheit bei diesem Thema ist bestimmt nicht auf die zwei Jahre zurück zu führen, die dieses Unglück älter ist, denn neben vielen Schülern sind auch zahlreiche Erwachsene nur unzureichend über dieses Ereignis informiert. Erschütternd, gilt Bhopal doch als Ort der größten Chemiekatastrophe aller Zeiten: In der Nacht auf den 3. Dezember 1984 traten hier in einer Pestizidfabrik des amerikanischen Chemieunternehmens Union Carbide mehrere Tonnen des hochgiftigen Gases Methylisocyanat aus und überraschten tausende Menschen im Schlaf. Schätzungen von Greenpeace zufolge starben in den ersten drei Tagen bis zu 8.000 Menschen beispielsweise dadurch, dass ihre Lungen durch das Gas angegriffen wurden. Insgesamt sollen seitdem fast 20.000 Einwohner ums Leben gekommen sein, bis zu 150.000 (andere Schätzungen sprechen gar von 500.000 Personen) leiden bis heute an den Langzeitfolgen der Gaseinwirkung – seien es Krebs, Missbildungen oder Erblindungen – und sind weiterhin vom immer noch verseuchten Grundwasser abhängig. Das Verheerende: Weder Union Carbide bzw. die heutige Mutterfirma Dow Chemical haben ausreichende Hilfsleistungen oder Ausgleichszahlungen vorgenommen oder die kontaminierten Grundstücke gereinigt; auch der indische Staat hat versagt. Das Unternehmen setzt vielmehr auf die Taktik des Schweigens – und hat offensichtlich Erfolg.

Die Hochschulgruppe von Amnesty International an der Freien Universität setzt sich zum Ziel, dass diese gravierenden Menschenrechtsverletzungen nicht unter den Mantels des Schweigens gelegt werden, sondern dass dem Thema eine neue Aufmerksamkeit zuteil wird. Die Arbeitsgruppe Menschenrechtsbildung hat dafür in den letzten Monaten ein Unterrichtskonzept entwickelt, mit dem sie in Berliner Schulen interaktiv und multimedial Schüler an das Thema heranführen möchte. Die Premiere erfolgte in der Dahlemer Königin-Luise-Stiftung, in dem die fünfköpfige Gruppe eine Doppelstunde Unterricht im Politik-Grund- und Leistungskurs der zwölften Klasse hielt. Nach einer Einführung mittels Fotos des Fabrikgeländes, der betroffenen Menschen und aufgebrachten Demonstranten hörten die Schüler den Erlebnisbericht eines Betroffenen, bevor in die Faktenlage und eine Analyse der Verantwortlichkeit und der Menschenrechtsverletzungen übergeleitet wurde. Den Abschluss bildete eine Diskussion über den Beitrag der "Yes Men", einer Aktionsgruppe, die Aufmerksamkeit auf das Thema lenken will, in dem sich die Künstler als Sprecher des Unternehmens ausgeben und gigantische Hilfsgelder versprechen – eine Herangehensweise, die nicht jedem gefallen muss. Dementsprechend gemischt waren die Reaktionen in der Diskussion, in die sich auch die Lehrerin einschaltete.

Die Gruppe freut sich über interessierte Schulen und Jahrgangsstufen zwischen der achten und zwölften Klasse, die das Angebot in Anspruch nehmen, sowie weitere Studenten, die sich an der Gruppe beteiligen möchten. Die Gruppe kann per eMail an gruppe@amnesty-fu-berlin.de erreicht werden.

Weitere Informationen und Quellen:
http://www.amnesty-fu-berlin.de/index.php?option=com_content&view=article&id=82&Itemid=128
http://www.amnesty.de/25-jahre-nach-bhopal-opfer-warten-auf-gerechtigkeit
http://www.amnesty.org/en/library/asset/ASA20/015/2004/en/fa14a821-d584-11dd-bb24-1fb85fe8fa05/asa200152004en.pdf
http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/19_jahre_bhopal_katastrophe/
http://www.greenpeace.org/usa/campaigns/toxics/justice-for-bhopal

 
 

Zu dieser Podiumsdiskussion unter dem Titel „Die Menschenrechte auf Sri Lanka ein Jahr nach Kriegsende – Situation und Perspektiven“, die am Dienstag, den 11. Mai 2010 um 19:00 in der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Raum H3503 stattfinden wird, laden wir Euch und Sie ganz herzlich ein.

Hintergrund und Redner

In wenigen Wochen jährt sich zum ersten Mal das offizielle Ende des Bürgerkrieges auf Sri Lanka. Am 18. Mai 2009 erklärte die Regierung den etwa 25 Jahre andauernden Konflikt mit den Rebellen der „Liberation Tigers of Tamil Eelam“ (LTTE) für beendet. Diese hatten für einen unabhängigen Staat der auf Sri Lanka lebenden Tamilen gekämpft, neben den herrschenden Singhalesen die größte Bevölkerungsgruppe des Inselstaates.

Wir möchten nun diesen schwierigen und markanten Zeitpunkt, ein Jahr nach Kriegsende, wählen, um mit vier äußerst fachkundigen Referenten über die Situation in und die Perspektiven für Sri Lanka zu diskutieren:

Sunanda Deshapriya, singhalesischer Journalist und Mitglied der Sri Lankischen Organisation „Free Media Movement“ wird zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit referieren.

Prof. Dr. Pater Emmanuel, ehemaliger Vikar von Jaffna, wird über die Situation der Binnenflüchtlinge, die sich zur Zeit in den Internierungslagern aufhalten, berichten.

Dr. Frank Florian Seifert, Rechtsanwalt und Autor des Buches „Das Selbstbestimmungsrecht der Sri Lanka-Tamilen zwischen Sezession und Integration“, wird über die Straflosigkeit der Kriegsverbrecher beider Konfliktparteien, sowie über völkerrechtliche Perspektiven referieren.

Martin Wolf, Sprecher der Koordinationsgruppe „Sri Lanka“ der deutschen Sektion von Amnesty International, wird eine Einführung in die politischen Hintergründe des Inselstaates geben und über die internationalen Kampagnen von Amnesty International "Kritiker zum Schweigen bringen" und "Internationale Strafrechtliche Verantwortung verwirklichen" berichten, die im Mai beginnen.

Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion können im Folgenden PDF Dokument eingesehen werden: Download der Einladung als PDF Datei

 
 

DU WILLST

... dafür sorgen, dass die Menschen­rechte geschützt werden?

... Regierungen auf Menschenrechtsstandards festnageln?

... wachsam sein, wenn es um den Schutz von Flüchtlingen geht?

... „Nein“ zu unfairen Prozessen sagen?

... mit Eilaktionen gegen die Todesstrafe protestieren?

... auch andere für die Wahrung der Menschenrechte gewinnen?

 

...DANN MACH ES!

Wie? Das erzählen wir dir auf unserem Informationsabend!

Wann? Montag, den 19. April 2010, 20 Uhr

Wo? Martin Niemöller Haus, Pacelliallee 61, U3 Dahlem Dorf

Wer und Was? Die Amnesty International Hochschulgruppe an der FU Berlin stellt ihre Arbeit vor und informiert über die Möglichkeiten, mitzumachen und sich gemeinsam für die Menschenrechte einzusetzen.

Wir freuen uns auf euch!

Bei Fragen, schreibt einfach eine Mail an gruppe@amnesty-fu-berlin.de

 
 

Vortrag und Diskussion mit dem ehemaligen Guantanamo Häftling Moazzam Begg

Freitag, 12. Februar, 18:30 Uhr
Technische Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135
Hauptgebäude, Raum H 1028

Moazzam Begg (Leiter Cageprisoners, ehem. Guantánamo-Häftling)
Zachary Katznelson (Reprieve, Anwalt)
Sophie Weller (Center for Constitutional Rights [CCR], Anwältin)
Maja Liebing (Amnesty International, Amerika-Referentin)

Seit acht Jahren steht das US-Gefangenenlager Guantánamo für Folter und mangelnde Rechtsstaatlichkeit im Kampf gegen den Terrorismus. Moazzam Begg ist einer der etwa 800 Menschen, die seit Eröffnung des Lagers dort inhaftiert waren. Drei Jahre lang wurde er in Kandahar und Bagram (Afghanistan) und in Guantánamo festgehalten, wurde körperlich und psychologisch gefoltert, ohne jemals einer Straftat angeklagt zu werden.

Heute setzt er sich im Rahmen seiner Arbeit mit der Menschenrechtsorganisation Cageprisoners für die Rechte von Guantánamo-Häftlingen ein. Etwa 40 Häftlinge könnten sofort freikommen, wenn sich Länder zu ihrer Aufnahme bereit erklären würden. Warum auch Deutschland hierzu bereit sein sollte, erklärt Moazzam Begg gemeinsam mit der Gefangenenhilfsorganisation Reprieve und der US-amerikanischen Anwaltsorganisation CCR.

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache ohne Übersetzung statt.

 
 

Flüchtlingsschutz wird in den EU-Mitgliedsstaaten heute stärker als Schutz vor Flüchtlingen, denn als effektiver Schutz von Flüchtlingen verstanden. Zugang zu einem fairen Asylverfahren in der EU zu erhalten, ist heute kaum noch möglich. Die EU-Außengrenzen werden immer strenger überwacht. Die besonderen Schutzbedürfnisse von Asylsuchenden werden dabei nicht ausreichend berücksichtigt. Fälle, in denen über die Misshandlung von Migranten und Asylbewerbern berichtet wird, sind keine Seltenheit.

Mit einer Standaktion am Samstag, 23.01.10, auf dem Platz an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche will die Amnesty International Fu Hochschulgruppe deshalb über die Asyl- und Migrationspolitik der EU informieren und Unterschriften und Spenden sammeln.

In einem Rollenspiel werden EU-Bürger, Grenzpolizisten und Asylsuchende dargestellt. Wenn ihr die Aktion unterstützen wollt, beteiligt euch!

Wann: Samstag, 23.01.2010
Aufbau: ab 12.00 Uhr
12.30 bis 15.30 Uhr
Abbau: bis 16:00
(4 Schichten à 60 Minuten)

Wo: Platz an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche; zwischen der Kirche, dem Springbrunnen und der Tauentzienstraße/Kurfürstendamm

Ansprechpartner: Stefan Landt, Email: st.landt@web.de

 
 

Text und Fotos von Paula Schwarz

In der Nacht des 2. Dezember 1984 ereignete sich im nordindischen Bhopal ein folgenschwerer Unfall: Tonnen hochgiftiger Industriegase konnten ungehindert aus einer Chemiefabrik des US-Unternehmens Union Carbide Corporation entweichen.
Innerhalb weniger Tage starben über 7.000, im Laufe der folgenden Jahrzehnte über 22.000 Menschen an den Folgen der Gaseinwirkungen.
Bis zu 500.000 Menschen erlitten außerdem schwerwiegende Verletzungen. Viele wurden arbeitsunfähig oder haben noch immer unzureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Zum 25. Jahrestag dieser größten Industriekatastrophe der Menschheitsgeschichte versammelten sich mehr als 50 Aktivisten aus ganz Berlin. Ziel war es zu verhindern, dass Katastrophen wie diese von der Öffentlichkeit, den Regierungen und den Konzernen in Vergessenheit geraten bzw. mutwillig verdrängt werden.
Die Abhaltung der Mahnwache sollte außerdem das Unternehmen Union Carbide Corporation (2001 aufgekauft durch den multinationalen Großkonzern Dow Chemical), welches sich nicht für die Beseitigung des von ihm hinterlassenen Chemiemülls verantwortlich fühlt, drängen, aktiv zur Säuberung der verseuchten Region beizutragen. Zuzüglich muss die Regierung Indiens von ihrer momentanen Verdrängungstaktik der Region gegenüber abkehren und die Folgen Katastrophe angemessen beseitigen.
Noch heute sterben eine Mehrzahl von Menschen an den Folgen der Katastrophe. Kinder kommen mit Behinderungen zur Welt. Die Lebenserwartung der Region liegt dementsprechend unter der des indischen Durchschnitts.

Amnesty International hat der Kälte zum Trotz durch Aktionen am Brandenburger Tor und der Indischen Botschaft einen Teil dazu beigetragen, die Öffentlichkeit auf die Katastrophe in Bhopal aufmerksam zu machen. Als Ergebnis strahlte am darauf folgenden Abend die ARD einen Bericht zur Katastrophe in Bhopal in ihren Tagesthemen aus.
Wir bedanken uns bei allen Aktivisten für ihren Einsatz und bitten weiterhin bei folgenden Projekten um Unterstützung.
Unsere Stimme ist unsere Kraft, und nur gemeinsam sind wir laut genug!

 

 

 
 
 

Am 8. Dezember wird der Film We Want (U) To Know im Rahmen eines Kambodscha Themenabends im Babylon Kino ab 18:30 vorgeführt. In diesem Film beschreiben einfache Dorfbewohner vor dem Hintergrund der aktuellen Khmer Rouge Prozesse ihre Schreckenserfahrungen unter den Khmer Rouge. Neben der Möglichkeit mit der Regisseurin zu diskutieren werden auch Einheimische von ihren Erfahrungen berichten.

Das komplette Programm ist --> HIER <-- zu finden.

 

 
 

Anlässlich des 25. Jahrestages des größten Unfalls der Industriegeschichte rufen die Hochschulgruppen von FU und TU sowie die Indien-Kogruppe von Amnesty International zur Beteiligung an einer Mahnwache in Berlin auf.

Mit ihr sollen die amerikanische Firma Dow Chemical und die indische Regierung an ihre Verantwortung erinnert werden, endlich für die Dekontamination des Fabrikgeländes, die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser und die Entschädigung der Opfer zu sorgen. Bei dieser Gelegenheit werden auch die aus ganz Deutschland eingesandten Petitionslisten der Botschaft übergeben.

Die neunstündige Mahnwache findet statt am:

Mittwoch, 2. Dezember 2009

12:00 – 15:30 Uhr: Brandenburger Tor (Pariser Platz)

15:30 – 21:00 Uhr: Indische Botschaft (Tiergartenstraße 17)

Die Petition kann unterzeichnet werden auf: www.amnesty.de/bhopal

Es wird wohlkoordinierte Aktionen, wie Giftgaswolkensimulation und die-ins geben. Jeder ist willkommen und wichtig. Je mehr wir sind desto eindruckvoller wird die Aktion und desto mehr Spaß wird sie auch machen!

Link zum Text "WE ARE NOT FLOWERS, WE ARE FLAMES"

 
 

Die Amnesty International Hochschulgruppe der Freien Universität Berlin veranstaltet im Wintersemester 2009/2010 eine Filmreihe mit Spielfilmen und Dokumentationen mit Bezug zu Menschenrechten und Menschenrechtsverletzungen.

Das Menschenrechtskino findet ab dem 28. Oktober 2009 jeden Mittwoch um 16 Uhr im Hörsaal 1a in der Rostlaube statt. Los geht's mit Hotel Ruanda.

Zu einigen Filmen sind Referenten von Amnesty International und anderen NGOs, die zum jeweiligen Thema arbeiten, eingeladen.

Das Programm mit den einzelnen Filmen findet Ihr im Terminkalender sowie auf dem folgenden Flyer.

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

 
 

Am vergangenen Mittwoch haben die Human Rights Lectures mit dem Titel "Menschenrechte in Europa" an der Humboldt Universität Berlin begonnen.

Eine Übersicht über die einzelnen Vorlesungen hält der Flyer bereit:

 

 
 

Vor fast 25 Jahren kamen im indischen Bhopal bei einem verheerenden Giftgasunfall Tausende Menschen ums Leben, Unzählige wurden verletzt. Vom 17. bis 30. Oktober 2009 reisen Zeitzeugen aus Bhopal und England mit einem Info-Bus durch Deutschland. Zusammen mit Amnesty-Aktivisten in den jeweiligen Städten informieren Sie über die aktuelle Situation in Bhopal.

Die Hochschulgruppe der Freien Universität Berlin, die im vergangenen Semester bereits die Fotoausstellung zum Thema Bhopal im Foyer der Universitätsbibliothek ausgestellt hat, ist mit für das Programm in Berlin verantwortlich.

Weitere Informationen unter:

www.bhopalbus.com

www.amnesty.de/bhopal

In Berlin stehen unter anderem folgende Termine an:

Am Montag, den 26. Oktober 2009 wird es um 19.30 Uhr eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit den Aktivisten im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Straße 4) geben. Für eine Simultanübersetzung ist gesorgt.

Am Dienstag, den 27. Oktober 2009 wird der Bus ab 14 Uhr an der FU halt machen und es bietet sich die Möglichkeit, mit den Betroffenen direkt ins Gespräch zu kommen.
Wo: Vor dem Haupteingang Habelschwerdter Allee 45 (U Dahlem Dorf, U Thielplatz, Bushaltestelle Hittorfstr.)

Wir freuen uns sehr, wenn Ihr uns und dem Bus-Team einen Besuch abstattet!

 
 

DU WILLST

... dafür sorgen, dass die Menschen­rechte geschützt werden?

... Regierungen auf Menschenrechtsstandards festnageln?

... wachsam sein, wenn es um den Schutz von Flüchtlingen geht?

... „Nein“ zu unfairen Prozessen sagen?

... mit Eilaktionen gegen die Todesstrafe protestieren?

... auch andere für die Wahrung der Menschenrechte gewinnen?

 

...DANN MACH ES!

Wie? Das erzählen wir dir auf unserem Informationsabend!

Wann? Montag, den 19.10.2009, 20 Uhr

Wo? Martin Niemöller Haus, Pacelliallee 61, U3 Dahlem Dorf

Wer und Was? Die Amnesty International Hochschulgruppe an der FU Berlin stellt ihre Arbeit vor und informiert über die Möglichkeiten, mitzumachen und sich gemeinsam für die Menschenrechte einzusetzen.

Wir freuen uns auf euch!

Bei Fragen, schreibt einfach eine Mail an gruppe@amnesty-fu-berlin.de

 
 

Die Termine für unsere Gruppentreffen stehen nun für das gesamte Semester fest.

Die ersten Gruppentreffen finden am 12. Oktober und am 2. November statt.

Für Interessierte bieten wir insbesondere am 19. Oktober einen Infoabend an. Auf diesem wird sich die Gruppe und die geplanten Aktionen vorstellen.

Die Gruppentreffen und der Infoabend finden im Martin Niemöller Haus (Pacelliallee 61, 14195 Berlin, U3, X11, X83, 110) statt.

Weitere Termine sind in unserem --> Terminkalender <-- vermerkt.

 
 

Aktualisiert (Montag, 28. September 2009 um 22:28 Uhr) Donnerstag, 03. September 2009 um 14:43 Uhr

Was: Mahnwache vor der russischen Botschaft

Wann: 4. September 2009, 18:30

Wo: Vor der russischen Botschaft, Unter den Linden 63 - 65

Am kommenden Freitag wird ab 18:30 erneut eine Mahnwache vor der russischen Botschaft stattfinden. Die Mahnwache soll auf die schwierige Situation von Menschenrechtsvertretern und kritischen Journalisten aufmerksam machen. Weitere Informationen sind in der offiziellen Ankündigung (siehe unten) enthalten.

Link zur offiziellen Ankündigung

 

 
 

In der Nacht des 2. Dezember 1984 ereignete sich im nordindischen Bhopal ein folgenschwerer Unfall: Tonnen hochgiftiger Industriegase konnten ungehindert aus einer Chemiefabrik des US-Unternehmens Union Carbide Corporation entweichen.

Innerhalb weniger Tage starben über 7.000, im Laufe der folgenden Jahrzehnte über 22.000 Menschen an den Folgen der Gaseinwirkungen.

Bis zu 500.000 Menschen erlitten außerdem schwerwiegende Verletzungen. Viele wurden arbeitsunfähig oder haben noch immer unzureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser.

 

 

Obwohl Union Carbide im Vorfeld des Unfalls viele der vorgeschriebenen Sicherheitsstandards aus Kostengründen vernachlässigt hatte, weigert sich das Unternehmen, das mittlerweile von Dow Chemical übernommen wurde, bis zum heutigen Tag, das Gelände zu dekontaminieren und die Opfer angemessen zu entschädigen.

Aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs zwischen der indischen Regierung und dem Konzern ist nach wie vor niemand für das Gasunglück und seine Folgen zur Verantwortung gezogen worden.

25 Jahre nach der größten Chemiekatastrophe aller Zeiten, will die Amnesty International Hochschulgruppe der Freien Universität Berlin in Kooperation mit Greenpeace an die Folgen dieser vermeidbaren Tragödie erinnern. Die Fotoausstellung „Bhopal 1984 – die Chemiekatastrophe. 25 Jahre Warten auf Gerechtigkeit“ im Foyer der Universitätsbibliothek soll einen Einblick in Themen wie Ursachen, Langzeitwirkungen, Gerichtsverfahren und Protestbewegungen geben.

 
 

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